IMMER RECHT HABEN MÜSSEN – ODER GLÜCKLICH SEIN WOLLEN
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IMMER RECHT HABEN MÜSSEN – ODER GLÜCKLICH SEIN WOLLEN
Für manche Menschen ist es wichtiger, dass sie recht haben, als dass es ihnen gut geht.
Peter Hohl
Zwei Leute - zwei Meinungen. Wo ist das Problem?
Kein Problem - aber es wird zu einem, wenn wir die Meinung des anderen nicht gelten lassen und es zu einem offenen Kampf um das recht haben kommt.
Meist geht es dann gar nicht mehr um Verständnis oder sachliches Argumentieren, sondern um Konfrontationen, die unbedingtes siegen wollen bzw. das Vermeiden einer Niederlage zum Ziel haben. Die Beziehung wird zum Kriegsschauplatz und der Partner zum Gegner.
Recht haben wollen bedeutet gleichzeitig, den anderen ins Unrecht setzen. Eine Position, in der sich keiner wirklich wohlfühlt und die jede Beziehung strapaziert.
Aber egal wer letztendlich Gewinnerin oder Verlierer ist, es wird vermutlich so schnell keine friedliche Stimmung möglich sein, da Verletzungen Spuren hinterlassen.
Vielleicht folgt resignierter Rückzug (…) bei der vermeintlichen Verliererin, ABER auch der vermeintliche Gewinner wird eventuell nicht gänzlich glücklich sein.
Was nutzt ein Sieg, wenn sich meine Partnerin abwendet, weil sie kapitulieren musste, weil ich die mächtigeren oder einfach nur lauteren Argumente hatte!?
Fühle ich mich besser, wenn mein Partner sich geschlagen zurückzieht, mit der Bemerkung, dass ich sowieso und wie immer recht haben muss!?
Ist da womöglich etwas dran, dass unsere Streitereien immer nach dem gleichen Muster ablaufen, weil ich nicht loslassen bzw. mich nicht zurücknehmen kann!?
Im Beruf bin ich es gewohnt, meine Position auf Biegen und Brechen durchzudrücken, weil ich sonst auf der Strecke bleibe. Der Erfolg gibt mir ja auch recht. Aha – da ist „es“ wieder: ein „etwas“, das mir recht gibt! Also habe ich recht. Zweifellos.
Welchen Sinn macht es, diese Erfahrung auf deine Paarbeziehung zu übertragen?
Sicher habt ihr als Paar schon oft über Lösungswege beratschlagt, damit es nicht immer wieder zu der fatalen Abwärtsspirale in die Entzweiung kommt …
Hier einige Lösungsansätze in Stichworten:
Statt sturem „entweder–oder“ ein kooperatives „sowohl als auch“. Respektvolle Haltung und Austausch auf Augenhöhe. Aktiv zuhören und sich bemühen, zu verstehen statt sofort abzuschmettern. Sachliches Verhandeln auf partnerschaftlicher Ebene statt destruktive Machtkämpfe. Miteinander Lösungen finden.
Für diese elementare Thematik bietet sich die PAARZEIT an. Ein Austausch darüber ist wichtig, auch um sich selbst zu erkennen und besser zu verstehen.
Die Entscheidung recht haben oder glücklich sein wollen, liegt bei dir.
