DAS GRÖSSTE GESCHENK – FÜR WEN?
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DAS GRÖSSTE GESCHENK – FÜR WEN?
„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Beziehung.“
Virginia Satir
Vielleicht ist es nicht für jeden ein großes – oder sogar das größte – Geschenk, vielleicht ist uns aber auch nur nicht bewusst, wie wichtig und wertvoll es für unser Leben sein kann, gesehen (…) und verstanden zu werden, also mit Anderen in echtem Kontakt zu sein.
Wenn diese Gabe fehlt, bewegen wir uns schnell in Oberflächlichkeiten, Scheinwelten und beschenken uns mit „Ersatzobjekten“. Dass diese teure Luxusartikel sein können, verblendet unseren Sinn für das Wesentliche noch mehr, wenn die Überzeugung lautet „je höher der Preis, umso stärker der Beweis meiner Liebe“. Oder analog im Kinderzimmer „je mehr der neumodischsten Spielsachen, umso glücklicher mache ich mein Kind“. Dennoch fühlen sich so viele Menschen ungeliebt oder einsam und Kinder bei weitem nicht glücklich.
Es ist eine Frage des Bewusstseins und des Erkennens: was ist mir wichtig in meinem Leben? Da muss man ehrlich und tief in sich gehen, um das herauszufinden. Dann sollte man Prioritäten setzen, die wir übrigens nicht bewerten. Denn jeder hat das Recht, sein Leben so zu gestalten, wie er will. Dabei ist Selbstreflexion nie schädlich, im Gegenteil! Also, was steht bei mir an oberster Stelle: sind es beispielsweise materielle Dinge oder beruflicher Erfolg, ist es vielleicht Zeit miteinander oder ist es ein vertrauter und lebendiger Kontakt mit dem Menschen, den ich liebe – und das nicht nur ein- oder zweimal pro Jahr im Urlaub?
In dem Zitat von Frau Satir wird etwas Zentrales zum Ausdruck gebracht und könnte zu persönlichen Fragen führen, etwa wie du zu dieser Form des Schenkens und Beschenkt Werdens stehst, was du dir wünschst und was du bereit bist zu geben?
Diese Fragen brauchen Antworten. Denn es geht um Klarheit als Basis deiner Lebensgestaltung. Wenn du zudem eine glückliche Paarbeziehung führen willst, ist es wesentliche Voraussetzung, deine Selbsterkenntnis mit deiner Partnerin zu teilen.
Sprich mit deinem Mann über deine Sicht der Dinge, über deine Bedürfnisse und das, was dir fehlt. Höre ihm zu, wenn er sich dir öffnet, auch wenn solche Gespräche ungewohnt und nicht immer einfach sind. Je besser ihr euch erkennt und versteht, umso erfüllter wird eure Partnerschaft sein.
Die PAARZEIT bietet eine gute Gelegenheit, sich mit der Thematik intensiver zu beschäftigen.
